Dünger auf die Felder – sie sind wieder unterwegs

Heute morgen begegneten mir auf dem Weg zur Arbeit die ersten Düngerfahrzeuge. Es geht also wieder los, die Böden werden fruchtbar gemacht.

Zuerst begegnete mir ein großer John-Deere Traktor mit einem angehängten Düngerstruer von Amazone. Kurz darauf sah ich ein großes Fahrzeug auf dem Acker, das seine Ausleger ausgefahren hatte und die jungen Pflänzchen spritzenderweise düngte.

Irrsinn, finde ich. Böden, die durch jahreslangen intensiven Anbau mit wenigen Fruchtwechseln ausgelaugt sind, werden durch ebenso intensive Düngung am Leben gehalten um bis zum Letzten noch Erträge zu bringen. Handelt es sich dabei um gepachtetes Land, ist der nächste Pächter oder der Eigentümer dazu verdammt, die Böden weiter und immer intensiver zu düngen, um überhaupt noch Erträge zu erzielen.

Ein Kreislauf ohne Ende.

Den ich, so glaube ich, durch nachhaltigen, ökologischen Anbau auf unserem eigenen Land, garnicht erst beginnen muss.

Nachhaltiger ökologischer Gemüseanbau

Erreichen möchte ich dies durch einen sinnvoll geplanten Anbau verschiedenster Früchte mit klassischen Fruchtwechseln.
Einsatz von natürlichem Dünger in Form von Mist, fruchtbarem Boden aus einem gut gebauten Kompost und Mulch werden für eine langfristige Fruchtbarkeit den Bodens sorgen.

Pflanzen, die sich gegenseitig positiv beeinflussen sollten einen Pestizideinsatz unnötig machen (davon abgesehen werde ich definitiv keine chemischen Mittel zum Einsatz bringen).
Der gezielte Anbau von Pflanzen, Büschen und Bäumen soll Nützlinge anlocken, die sich zusätzlich um Schädlinge kümmern.

Natürliche Ertragssteigerung

Lässt sich eine natürlich bedingte Ertragssteigerung messen?

Ich meine, vom Prinzip her nach folgendem Schema:

Angenommen ich habe eine Nutzfläche von 1.000 m² und baue auf der gesamten Fläche in sinnvoller Art und Weise Gemüse an.
Im Ergebnis steht ein Ertrag von, sagen wir mal, 2 kg Gemüse pro m², also auf der gesamten Nutzfläche ein Ertrag von 2.000 kg.

Angenommen, ich nutze von genannten 1.000 m² nur 800 m² für den reinen Gemüseanbau und bepflanze die restlichen 200 m² mit Blumen, Sträuchern und ähnlichem, um nützliche Insekten wie z.B. Bienen anzulocken.
Angenommen, der Ertrag steigt durch bessere Befruchtung auf 3 kg pro m², sodass ein Gesamtertrag von 2.400 kg anfällt.

Das würde aber heißen, dass für einen direkten Vergleich in zwei aufeinanderfolgenden Jahren die klimatischen Bedingungen gleich sein müssten. Und, ich müsste riskieren, dass ich in den Startphase, wider besseren Wissens, einen niedrigeren Ertrag habe, als möglich wäre.

Dann also doch die natürlichen Zusammenhänge erkennen und das tun, was sinnvoll und logisch erscheint.

Und mich darüber freuen, dass ich nicht nur den Sprit für die Düngermaschinen spare, sondern auch das Geld für den Dünger.

Zu Gunsten von ökologisch erzeugten Lebensmitteln ohne Einsatz von Chemie.

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