Tomatenanzucht 2014 – Nach zwei Wochen + Keimrate

Einige haben schon darauf gewartet, heute ist es nun soweit: Mein Bericht zur Tomatenanzucht 2014 nach 2 Wochen.

Einige der Tomatensorten keimten recht schnell und zeigten im Vergleich zu den später keimenden Tomaten erste Ansätze eines schnellen Wachstums, bedingt durch die hohe Umgebungstemperatur.

Diese hatte ich den Keimschalen noch gegönnt, weil die eine oder andere Sorte doch später erst keimte und mir der Platz fehlte, um die Schalen nach ihrem Keimstatus zu trennen.

So habe ich bereits in der Wochenmitte, also nach 10 Tagen, die Temperatur auf 16 bis 19 Grad gesenkt.
Im Ergebnis verlangsamte sich das Längenwachstum und die Pflänzchen bildeten das zweite Blattpaar.

Die Keimschalen der Tomatenanzucht 2014 nach zwei Wochen, mit der Keimrate bin ich zufrieden

Die Keimschalen der Tomatenanzucht 2014 nach zwei Wochen, mit der Keimrate bin ich zufrieden

Insgesamt 14 Sorten mehr oder weniger seltener Tomaten habe ich 2014 angezogen

Insgesamt 14 Sorten mehr oder weniger seltener Tomaten habe ich 2014 angezogen

Die Keimrate der Anzucht 2014

Mit der Keimrate der Anzucht bin ich ganz zufrieden. Anfangs schien es, als könnte diese bei einigen Sorten bei 40 oder 50 % liegen, jedoch hat sie sich im Nachgang noch deutlich erhöht.

Die Keimrate der verschiedenen diesjährigen Sorten im Überblick:

Tomatensorte gesät gekeimt Keimquote
Moneymaker 10 10 100 %
Mariannas Peace 10 8 80 %
Black Cherry 11 11 100 %
Oxheart red 10 9 90 %
Hillbilly 10 9 90 %
Dr. Wyches 10 10 100 %
Venusbrüstchen 10 9 90 %
Mallorquin 10 8 80 %
Roma 10 10 100 %
German Lunchbox 10 8 80 %
Mortgage Lifter 10 10 100 %
Sicilian Saucer 10 7 70 %
Brandywine Pink 10 10 100 %
Eva Purple 10 9 90 %

Die durchschnittliche Keimrate liegt bei knapp 91%, aktuell sind es 128 Tomatenpflänzchen.

Allerdings wird es beim Pikieren in den nächsten Tagen wohl noch eine Selektion geben.
So sind einige Pflänzchen einfach zu klein, um pikiert zu werden.
Oder andere haben sich nicht richtig entwickelt und werden auf Grund von Missbildungen im Keimstadium vor dem Pikieren aussortiert.

Das einzelne Pflänzchen links hat sich leider falsch entwickelt. Die Keimblätter sind zusammengewachsen, wodurch die Entwicklung des zweiten Blattpaares behindert wird. Diese Tomatenpflanze wird beim Pikieren aussortiert.

Das einzelne Pflänzchen links hat sich leider falsch entwickelt. Die Keimblätter sind zusammengewachsen, wodurch die Entwicklung des zweiten Blattpaares behindert wird.
Diese Tomatenpflanze wird beim Pikieren aussortiert.

Vor dem Pikieren

Die Tomatenpflänzchen werden am kommenden Wochenende pikiert, d.h. sie werden dem Substrat entnommen und in entsprechende Tomatenerde umgepflanzt. In dieser verbleiben sie bis zum endgültigen Auspflanzen in den Garten, was im Gewächshaus ab der zweiten Aprilhälfte geschehen kann, im Freiland jedoch erst Mitte/Ende Mai, nach den Eisheiligen.

Ich warte mit dem Pikieren, bis das zweite Blattpaar eine Blattgröße von ca. 5 mm oder mehr aufweist, die Tomatenpflänzchen also aus dem Keimlingsstadium heraus sind.

Hier sind die zweiten Blattpaare nach den Keimblättern bereits deutlich sichtbar. Ein Zeichen, dass bal pikiert werden kann.

Hier sind die zweiten Blattpaare nach den Keimblättern bereits deutlich sichtbar. Ein Zeichen, dass bal pikiert werden kann.

Einige Züchter schwören darauf, die Tomaten in den zwei Tagen vor dem Pikieren leicht zu düngen, damit sie genügend Nährstoffe zum Anwachsen im neuen Substrat aufnehmen können.
Da ich möglichst auf Dünger verzichten möchte, tue ich dies auch hier.
Ich habe eine spezielle Tomatenerde bestellt, die von einigen Züchtern empfohlen wird.
Da ich in diesem Jahr noch keinen aktiven Kompost habe, muss ich auf eine solche Lösung zurückgreifen.
Die Tomatenerde meiner Wahl enthält Guano als Dünger, sodass es meiner Meinung nach ausreicht, die Pflänzchen in dieses Substrat zu pikieren.

Ich bin gespannt, wieviele der 128 Tomatenpflänzchen der 2014er Tomatenanzucht im Ergebnis den Weg in´s Freiland auf Ulrich´s Hof schaffen werden und wie die Erträge sind.

Zusatzbeleuchtung

Die Zusatzbeleuchtung nutze ich bisher immernoch, vor allem Nachts. Tagsüber stelle ich die Anzuchtschalen schon einmal ins Fenster um den momentanen Sonnenschein mitzunehmen. Hier meide ich jedoch das Südfenster, da die Sonnenstrahlung um die Mittagszeit zu intensiv ist und auch die Temperatur schnell auf 30 Grad und mehr steigen lässt.

Den Temperaturstau am Fenster verhindere ich durch das Öffnen desselben – so bekommen die Tomatenpflänzchen ein Maximum an Licht bei gemäßigter Temperatur.

Gerade eben habe ich die Anzuchtschalen auf den Hof an einen hellen Schattenplatz gestellt, die Mittagssonne würde die Tomatenkeimlinge sonst wohl töten.

Zum Abschluss noch ein Blick auf einige Tomatenpflänzchen der Anzucht 2014. Hierbei handelt es sich um die Tomate Mallorquin, 8 Tage nachdem die ersten Keimlinge durchgebrochen waren.

Zum Abschluss noch ein Blick auf einige Tomatenpflänzchen der Anzucht 2014. Hierbei handelt es sich um die Tomate Mallorquin, 8 Tage nachdem die ersten Keimlinge durchgebrochen waren.

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